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Data Mining in Afrika: Wenn die Krankenakte in den USA landet

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Data Mining in Afrika: Wenn die Krankenakte in den USA landet

Themen: KI/Digital, Gesundheit, Geopolitik

Regionen: International, Nordamerika, Afrika

Uganda baut digitale Verwaltungs- und Gesundheitssysteme mit Unterstützung ausländischer Akteure aus. Über die Plattform UgGov-Agent können Bürgerinnen und Bürger Dokumente online beantragen, während chinesische Kameras mit Gesichtserkennung und russische digitale Fahrzeugkennzeichen Daten für Verkehrs- und Sicherheitszwecke erfassen. Datenschutzorganisationen kritisieren fehlende Transparenz, Ausschreibungen und Schutzregeln; sie fürchten eine Ausweitung staatlicher Überwachung. Besonders umstritten ist ein im Dezember 2025 geschlossenes Gesundheitsabkommen mit den USA im Umfang von 2,3 Milliarden Dollar. Es sieht die Digitalisierung ugandischer Gesundheitseinrichtungen vor und gewährt der US-Regierung Einblick in Gesundheitsdaten. Zwar sollen die Daten in Uganda gespeichert werden, doch die USA können pathogene Daten mit der Pharmaindustrie teilen. Vergleichbare Abkommen bestehen mit 24 afrikanischen Staaten. In Kenia ist ein Vertrag gerichtlich blockiert, während Simbabwe die Unterschrift verweigerte. Kritiker warnen vor Datenkolonialismus und einer Schwächung globaler Regeln für den gerechten Zugang zu Impfstoffen.

www.woz.ch

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