Themen: Gesellschaft, Umwelt
Regionen: Schweiz, Wallis/Graubünden
Matthias Bellwald, Gemeindepräsident von Blatten, erläutert nach der Naturkatastrophe vom 28. Mai 2025 die Perspektiven für den Wiederaufbau des Lötschentaler Dorfs. Nachdem Felsmassen vom Kleinen Nesthorn auf den Birchgletscher gestürzt waren, kollabierte dieser. Rund sieben Millionen Kubikmeter Fels und drei Millionen Kubikmeter Eis rasten ins Tal, zerstörten oder verschütteten etwa 130 Gebäude und kosteten einen Menschen das Leben. Die zuvor evakuierten 306 Einwohnerinnen und Einwohner verloren ihre Häuser. Bis 2030 soll die Bevölkerung in ein neu aufgebautes Blatten zurückkehren können. Vorgesehen ist ein überschaubares, ganzjährig mit öffentlichem Verkehr erreichbares Dorf mit autofreiem Dorfplatz, Holz- und Steinhäusern sowie möglichst energieautarker Versorgung. Verschüttete Grundstücke wurden laut Bellwald symbolisch an die Gemeinde übertragen. Die künftige Zuteilung soll gemeinsam mit der Bevölkerung erfolgen; ältere Menschen sollen gemeindeeigenen Wohnraum erhalten.