Themen: Innen-Politik, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Die Zürcher Polizei hat in der Nacht auf vergangenen Freitag neun Mitglieder der rechtsextremen Gruppierung «Junge Tat» verhaftet. Sie sollen geplant haben, vor dem Bezirksgericht Slogans mit flüssiger Kreide anzubringen. Ihnen wird Sachbeschädigung vorgeworfen. Nach mehreren Nächten im Gefängnis kamen die neun Personen wieder frei. Die Aktion stand im Zusammenhang mit dem Prozess gegen sechs weitere Mitglieder der Gruppe. Diese müssen sich wegen Diskriminierung, Aufrufs zu Hass, Sachbeschädigung, Nötigung und Landfriedensbruchs verantworten. Ihnen wird vorgeworfen, einen queeren Gottesdienst gestört und eine Drag-Lesung der Künstlerin Brandy Butler im Zürcher Tanzhaus beeinträchtigt zu haben. Für die beiden Anführer beantragt die Staatsanwaltschaft 15 Monate Freiheitsstrafe, davon sechs Monate unbedingt, sowie Geldstrafen. Die Festnahmen vor dem Bezirksgericht betreffen damit Personen aus dem Umfeld eines laufenden Verfahrens gegen die Gruppierung.