Themen: Migration/Asyl, KI/Digital, Geopolitik
Regionen: International, Europa, Afrika
Ende Juli starben mindestens 140 Menschen beim Versuch, von Marokko in die spanische Exklave Ceuta zu gelangen. Nach Angaben der spanischen Regierung kehrten 70'000 von 72'000 angekommenen Menschen nach Marokko zurück; viele der übrigen dürften zurückgeschickt werden. Nun kursieren in sozialen Netzwerken neue Aufrufe zu einem Marsch und einem gefährlichen Schwimmversuch in Richtung Ceuta. Correctiv schickt einen Reporter nach Marokko und untersucht mit einem Team, wer hinter den Mobilisierungen steht. Die Beiträge versprechen nach Darstellung des Newsletters fälschlicherweise Zuflucht in Europa. Es gibt keinen sicheren Beleg für eine staatliche Steuerung. Der Text diskutiert jedoch die Möglichkeit, dass Migration gezielt zur politischen Destabilisierung instrumentalisiert wird, und verweist auf die belarussisch-polnische Grenze 2021. Zugleich warnt er davor, die humanitäre Lage zu verdrängen: In Ceuta fehlten nach dem früheren Grenzübertritt teils Wasser, Essen und Hilfsorganisationen, während die Grenzpolizei aufrüstete. Bewohner der Stadt halfen einzelnen Jugendlichen.