Themen: Wirtschaft/Finanzen, Partei-Politik
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt, International, Nordamerika
Die erwarteten Gewinne der Demokraten bei den amerikanischen Zwischenwahlen setzen den Dollar unter Druck und stärken den Schweizer Franken. Im asiatischen Handel gewann der Franken gegenüber dem Dollar fast ein Prozent; der Dollar fiel unter 82 Rappen und damit auf den tiefsten Stand seit zwei Monaten. Auch der japanische Yen legte zu, während der Euro gegenüber dem Franken verlor. Anleger reagieren auf die Möglichkeit, dass Demokraten sowohl im Repräsentantenhaus als auch im Senat Mehrheiten erringen. Ein demokratisch kontrollierter Kongress könnte die Ausgabenpolitik von Präsident Donald Trump stärker begrenzen, den Inflationsdruck dämpfen und die Regulierung von Technologiekonzernen, insbesondere im Bereich künstliche Intelligenz, verschärfen. Die Aktienfutures auf S&P 500 und Nasdaq 100 gaben nach. Für die Schweizerische Nationalbank erschwert ein stärkerer Franken die Geldpolitik, weil er Importe verbilligt und die bereits tiefe Inflation zusätzlich dämpft. Wie lange die Dollarschwäche anhält, bleibt offen.