Themen: Gesellschaft, Leben
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Ein Recruiting-Partner reflektiert anhand seines blauen Minivans, lauter Musik und Begegnungen mit Jugendlichen den Druck, dem eigenen Alter und verschiedenen Rollen entsprechen zu müssen. Als Vater, Ehemann und HR-Fachperson erlebt er, dass Versuche, jugendlich und besonders locker zu wirken, rasch peinlich werden können. Bei Gesprächen mit Lernenden funktioniere sachliche Klarheit besser als Anbiederung mit vermeintlich jugendlicher Sprache. Junge Menschen hätten kein Problem mit älteren Erwachsenen, wohl aber damit, wenn diese krampfhaft Gleichaltrigkeit vorspielten. Gerade Lernende bräuchten Personen, die ihnen etwas zutrauten, Erwartungen und Grenzen verständlich machten sowie zugleich ihre Unerfahrenheit berücksichtigten. HR müsse dabei nahbar und empathisch bleiben, ohne beliebig zu werden, und fördern wie auch fordern. Der Autor kommt zum Schluss, dass nicht Rollengerechtigkeit, sondern Ehrlichkeit entscheidend sei: Musik aus echter Freude zu hören sei etwas anderes, als damit cool wirken zu wollen.