Themen: Kultur
Regionen: Schweiz, Bern/Freiburg
Miriam Sturzenegger hat im Innenhof des Berner Progr einen Pavillon geschaffen, dessen unregelmässiges Dach wie ein grosser Sandstein erscheint. Tatsächlich besteht die Installation aus Beton, Sand und Kies. Drei Jahre arbeitete die 43-jährige Künstlerin daran, sammelte Sandproben in regionalen Kiesgruben und entwickelte Modelle sowie die aufwendige Negativform. Das Werk entstand direkt vor Ort mit einem kleinen Team. Nach dem schichtweisen Guss blieb es fünf Monate verhüllt, bevor der künstliche Sandstein freigelegt und gereinigt wurde. Die Umsetzung verzögerte auch die Eröffnung des umgestalteten Innenhofs bis Ende Mai. Sturzenegger bezieht das Werk auf Ablagerungen des Aaregletschers, den verwendeten Sand und den Sandstein des Progr-Gebäudes. Seine asymmetrische Form setzt sie bewusst gegen die strenge Ordnung von Gebäude und Zaun. Die Meinungen reichen von Begeisterung über die starke Präsenz bis zu Kritik an seiner Wuchtigkeit.