Themen: Gesundheit, Gesellschaft, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: International, Nordamerika
Warren Buffett soll laut einem Reuters-Bericht, der sich auf das Wall Street Journal stützt, seine übliche jährliche Übertragung von Berkshire-Hathaway-Aktien an die Gates Foundation vorerst verschoben haben. Reuters konnte diese Information nicht unabhängig bestätigen. Als Grund wird eine externe Untersuchung zu früheren Kontakten zwischen Jeffrey Epstein und Mitarbeitenden der Stiftung genannt. Die Gates Foundation erklärte im Februar 2026, ihr seien vom US-Justizministerium freigegebene E-Mails über solche Kommunikation bekannt. Ein kleiner Kreis von Mitarbeitenden habe mit Epstein gesprochen, weil dieser erhebliche Mittel für globale Gesundheit und Entwicklung in Aussicht gestellt habe. Es sei jedoch keine Zusammenarbeit, kein Fonds und keine Zahlung an Epstein entstanden. Im April beauftragte die Stiftung laut eigenen Angaben eine externe Prüfung der Kontakte und ihrer Verfahren für neue philanthropische Partnerschaften. Bill Gates bezeichnete seine Begegnungen mit Epstein als schwerwiegendes Fehlurteil, bestritt jedoch Kenntnis von kriminellem Verhalten. Der Beitrag verbindet die berichtete Verzögerung mit einer grundsätzlichen Kritik an Transparenz, Kontrolle und demokratischer Legitimation grosser privater Stiftungen in der globalen Gesundheitspolitik.