Themen: Wirtschaft/Finanzen, KI/Digital
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Der Schweizer Blockchain-Standort liegt in einem Benchmark der Swiss Blockchain Federation auf Rang sechs. Je nach Gewichtung verortet ihn die Sensitivitätsanalyse zwischen Rang vier und acht. Anwalt Marcel Hostettler sieht weiterhin Stärken bei Infrastruktur, Rechtssicherheit, Banken und Verwahrung, aber eine Lücke bei der kommerziellen Nutzung. Lange und wenig berechenbare Finma-Verfahren kritisiert er, weist jedoch eine alleinige Verantwortung der Aufsicht zurück. Politik, Banken, Unternehmen und Berater müssten ebenfalls dazu beitragen, Projekte international anschlussfähig und marktfähig zu machen. Als Beispiel nennt er Stablecoins: Fast 99 Prozent ihrer Marktkapitalisierung seien in US-Dollar denominiert. Die Schweiz könne bei Verwahrung, Governance, Tokenisierung und grenzüberschreitender Abwicklung profitieren. Für den Rohstoffhandel sieht Hostettler Potenzial, betont aber, dass eine breite Marktreife dort noch nicht belegt sei. Er fordert klar abgegrenzte Anwendungen, die von Pilotprojekten in den Betrieb überführt werden.