Themen: Partei-Politik, Demokratie, Geopolitik
Regionen: International, Südamerika
Abelardo de la Espriella hat laut inoffiziellen Zahlen die Präsidentschaftswahl in Kolumbien mit 49,6 Prozent der Stimmen gewonnen. Sein linker Herausforderer Iván Cepeda erreichte demnach 48,7 Prozent. Weil noch nicht alle Stimmen ausgezählt waren, ficht die Linke die Ergebnisse in mehr als 30’000 Wahllokalen an. De la Espriella löst den Linkspolitiker Gustavo Petro ab, der wegen der gesetzlichen Amtszeitbeschränkung nicht erneut kandidieren durfte. Donald Trump und US-Aussenminister Marco Rubio gratulierten ihm bereits. Der politische Neuling gilt als Anhänger Trumps und des salvadorianischen Präsidenten Nayib Bukele. Im Wahlkampf versprach er Megagefängnisse für Drogenschmuggler, Luftangriffe auf «Narco-Terroristen-Lager» und die Aufgabe von Petros Bemühungen um eine Friedenslösung mit langjährigen Guerillagruppen. Der Beitrag ordnet seinen Sieg als weiteren Rechtsruck in Südamerika ein und verweist auf die Wahl José Antonio Kasts in Chile.