Themen: Geopolitik, KI/Digital, Gesellschaft
Regionen: International, Europa
Französische Behörden untersuchen, ob ausländische Akteure die digitale Verbreitung von Gewaltbildern im Umfeld jüngster Proteste verstärkt haben. Im Fokus steht eine als «algorithmisch» bezeichnete Dynamik, in der soziale Netzwerke und virale Inhalte die Sichtbarkeit von Unruhen beschleunigen. Ähnliche gewaltsame Demonstrationen wurden zuletzt auch in Italien, Belgien und Albanien registriert, vor dem Hintergrund sinkender Kaufkraft und unterfinanzierter öffentlicher Dienste. Konkrete Erkenntnisse über eine ausländische Einflussnahme legen die französischen Behörden bislang nicht vor. Sie halten fest, dass das soziale Protestgeschehen ein hohes Verkehrsaufkommen in den Netzwerken erzeugt habe und daran teilweise auch ausländische Konten beteiligt gewesen seien. Die überwiegende Mehrheit der Online-Konversation über die Ereignisse habe jedoch einen inländischen Ursprung. Weitere Untersuchungen sollen klären, ob und in welchem Ausmass tatsächlich ausländische Einmischung vorliegt.