Themen: Kultur, Wissenschaft
Regionen: International, International Unbestimmt
Am 6. August 2013 kontrollierten französische Zollbeamte in Le Havre ein aus Brasilien eingetroffenes Schiff. In als Quarz deklarierten Metallfässern fanden sie unter zerkleinerten Steinen 998 Fossilien im Wert von einer Million Euro. Die Dinosaurier-, Fisch- und Pflanzenfossilien aus der Kreidezeit stammten nach ihrer Identifizierung illegal aus dem Fossilbecken Araripe im Nordosten Brasiliens. Als Importeur wurde die bei Clermont-Ferrand ansässige Fossilfirma Eldonia ermittelt. Im Januar 2015 durchsuchte die französische Zollfahndung nach einem Hinweis die Firma Créa’zaurus in Effiat. In neun Kisten entdeckten die Beamten mehr als eine Tonne Material, darunter einen fast vollständigen Tarbosaurus bataar. Das mongolische Fossil, ein asiatischer Verwandter des Tyrannosaurus rex, wurde damals auf 700'000 Euro geschätzt. Für die Zollfahndung waren Kulturgüter ein ungewöhnliches Ermittlungsfeld.