Themen: Gesellschaft, Innen-Politik, Partei-Politik
Regionen: International, Europa
Landesweit gingen in Frankreich nach Behördenangaben rund 410’000, nach Angaben der Organisatoren mindestens 800’000 Menschen auf die Strasse. Die Mobilisierung gegen hohe Lebenshaltungskosten, für öffentliche Dienste sowie soziale und steuerliche Gerechtigkeit verlief unter strengen Demonstrationsverboten und mit mehr als 70’000 eingesetzten Polizisten und Gendarmen. Das Innenministerium meldete 1314 Festnahmen, 75 Einsätze wegen Bränden, 53 verletzte Sicherheitskräfte und 24 geplünderte Geschäfte. In Paris kam es bei einer Demonstration mit 110’000 Teilnehmenden zu Auseinandersetzungen; auch in Nantes, Toulouse, Marseille, Lyon und Grenoble wurden Zwischenfälle registriert. In Orléans, wo der Rassemblement national seinen Parteitag abhielt, demonstrierten 13’000 bis 26’000 Menschen gegen die rechtsextreme Partei. Jordan Bardella wurde dort als einziger Kandidat mit 98,98 Prozent als Parteipräsident bestätigt. Jean-Luc Mélenchon forderte Präsident Emmanuel Macron zum Nachgeben auf; CGT-Chefin Sophie Binet stellte ab 5. November einen Generalstreik in Aussicht.