Themen: KI/Digital, Technologie, Krieg&Frieden
Regionen: International, Europa
Eine neue Welle von Cyberangriffen hat Kühl- und Gefrieranlagen in mehr als 800 Geschäften in Europa getroffen. Tausende Geräte fielen aus, Dutzende Tonnen Lebensmittel wurden zerstört und es entstanden Schäden in Millionenhöhe. In der Nacht vom 1. auf den 2. November waren Anlagen in Belgien, Schweden, Finnland, Estland, Luxemburg, Irland, den Niederlanden, Italien und Portugal betroffen. Die Vorfälle erinnern an Angriffe vom 11. bis 13. Oktober in Frankreich, wo Geschäfte von Intermarché, Leclerc und Coopérative U betroffen waren. Christophe Hansen, EU-Kommissar für Landwirtschaft, bezeichnet die Wiederholung der Attacken als äusserst beunruhigend. Es handle sich um den gezielten Versuch, die Lebensmittelversorgungskette zu stören und das Vertrauen der Konsumentinnen und Konsumenten zu untergraben. Die Angriffe lenken den Blick auf die Verwundbarkeit vernetzter Infrastruktur und auf mögliche Elemente hybrider Kriegsführung.