Themen: Umwelt, Technologie, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: International, Europa
Die Deutsche Umwelthilfe hat 16 grosse Autohersteller zu ihren Kältemitteln befragt und 14 von ihnen mit einer «Roten Karte» bewertet. Viele Fahrzeuge nutzen das Kältemittel 1234yf, ein PFAS, das sich in der Atmosphäre weitgehend zu Trifluoracetat (TFA) abbaut. TFA ist extrem langlebig; die EU-Chemikalienbehörde Echa stufte es im Juni als fruchtbarkeitsschädigend ein, während die Efsa die als unbedenklich geltende Aufnahmemenge im August um zwei Drittel senkte. Als weniger problematische Alternative gelten CO₂-Klimaanlagen. VW setzt sie laut DUH in ausgewählten Elektrofahrzeugen ein, BYD plant sie für künftige Europa-Modelle. Laut einer Hanon-Studie verursachten europäische Autos im vergangenen Jahr 5000 Tonnen TFA aus Kühlmitteln; bis 2036 könnten es jährlich 9000 Tonnen sein. Mehr als eine Million Personenwagen sollen bereits mit CO₂-Anlagen fahren. Fachleute fordern deren serienmässigen Einbau ohne Aufpreis.