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Deutschlands Geschichte kocht in der Rentendebatte wieder hoch

Infosperber
Deutschlands Geschichte kocht in der Rentendebatte wieder hoch

Themen: Ungleichheit, Wirtschaft/Finanzen, Gesellschaft

Regionen: International, Europa

Die geplante Abschaffung der abschlagsfreien Frührente für langjährig Versicherte stösst besonders in Ostdeutschland auf Widerstand. Die Regelung erlaubt nach 45 Arbeitsjahren einen früheren Rentenbezug und soll laut Regierung rund zehn Milliarden Euro einsparen. In den östlichen Bundesländern wären viele Menschen betroffen, die früh ins Berufsleben eintraten, oft Vollzeit arbeiteten und weniger Vermögen bilden konnten. Der Beitrag führt die unterschiedliche Vermögenslage auf DDR-Erfahrungen, Rückgaben nach der Wiedervereinigung, westdeutsche Immobilienkäufe und anhaltend niedrigere Löhne zurück. Zwischen 2002 und 2017 wurden im Osten jährlich durchschnittlich 52’000 Euro steuerpflichtig vererbt, im Westen 92’000 Euro. 2024 entfielen pro Person im Westen 905 Euro Erbschaft, im Osten 105 Euro. Im Osten besitzen weniger Menschen Wohneigentum, und jede vierte Person zwischen 60 und 79 Jahren gilt als armutsgefährdet. Diskutiert werden Reformen der Erbschafts- und Vermögensbesteuerung sowie Förderungen für Wohneigentum und Vermögensaufbau.

Infosperber

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