Themen: Partei-Politik, Ungleichheit, Gesellschaft
Regionen: International, Europa
Die AfD erreichte in Sachsen-Anhalt ein Rekordergebnis und erhielt laut den angeführten Zahlen besonders viel Unterstützung von Erstwählenden, Arbeitenden und Menschen in schlechter finanzieller Lage. 41 Prozent der 18- bis 24-Jährigen, 59 Prozent der Arbeiterinnen und Arbeiter sowie 65 Prozent der Personen mit schlechter Finanzlage hätten AfD gewählt. Bei Frauen kam die Partei auf 39 Prozent. Der Beitrag stellt diese Resultate in den Zusammenhang mit wirtschaftlicher Unsicherheit: Seit 2021 seien die Lebensmittelpreise um 34,7 Prozent gestiegen, die Löhne jedoch nur um 14,8 Prozent. Die Ökonomin Isabella M. Weber fordert deshalb eine «antifaschistische Wirtschaftspolitik», die existenzielle Sorgen mindere. AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund vertritt unter anderem den Begriff Remigration und verspricht Abschiebeflüge. Der Autor wertet das Wahlergebnis als möglichen Epochenbruch und blickt mit Sorge auf weitere Wahlen, insbesondere in Mecklenburg-Vorpommern.