Themen: Krieg&Frieden, Geopolitik, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: International, Europa
Deutschland finanziert seine Aufrüstung laut dem Beitrag mit weitreichender Neuverschuldung und Kürzungen bei Sozialleistungen. Für die Jahre 2027 bis 2030 plant die Bundesregierung demnach neue Schulden von insgesamt 838 Milliarden Euro, die überwiegend dem Militär zugutekommen sollen. Die offiziellen Militärausgaben sollen 2030 bei 184 Milliarden Euro liegen; zusätzlich würden Ausgaben in anderen Haushaltsposten und Sondervermögen geführt. Für 2026 habe Berlin der Nato Militärausgaben von 124,7 Milliarden Euro gemeldet, gegenüber 82,7 Milliarden im regulären Bundeswehretat. Die jährliche Zinslast werde bis 2030 auf 81 Milliarden Euro steigen. Der Beitrag verknüpft die deutsche Aufrüstung mit Druck auf Frankreich und Grossbritannien, ihre Militärbudgets ebenfalls zu erhöhen. Beide Länder planten steigende Verteidigungsausgaben, stünden wegen ihrer höheren Verschuldung jedoch unter besonderem Sparzwang. Erwartet werden deshalb weitere Einschnitte bei Gesundheit, Sozialem und Bildung.