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Die Bruttoinland-Lüge

Inside Paradeplatz
Die Bruttoinland-Lüge

Themen: Wirtschaft/Finanzen, CH-Politik

Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt

Das Schweizer Bruttoinlandprodukt wuchs im zweiten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 1,5 Prozent. Der Autor bezweifelt jedoch, dass diese Kennzahl allein die Stärke der Privatwirtschaft abbildet, weil auch Leistungen der öffentlichen Verwaltung darin enthalten sind. Nach Angaben des Instituts für Schweizer Wirtschaftspolitik entfielen 2022 über 17 Prozent der Beschäftigung auf öffentliche Verwaltungen, staatsnahe Unternehmen und öffentliche Körperschaften. Von 2011 bis 2022 nahm die Beschäftigung im öffentlichen Sektor um 18 Prozent zu, in der Privatwirtschaft um 14 Prozent. Die staatlichen Personalausgaben stiegen seit 2008 um 35 Prozent, während die Bevölkerung um gut 16 Prozent wuchs. Für vergleichbare Tätigkeiten errechnete das Institut Lohnprämien von 12 Prozent beim Bund, 5 Prozent bei Kantonen und 4,5 Prozent bei Gemeinden. Gefordert wird deshalb neben dem üblichen BIP pro Einwohner eine Kennzahl ohne öffentliche Verwaltung.

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