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Die Diplomatie der Nicht-Diplomatie

Global Bridge
Die Diplomatie der Nicht-Diplomatie

Themen: Geopolitik, Krieg&Frieden, Iran Krieg

Regionen: International, Nordamerika

Patrick Lawrence zeichnet die US-Aussenpolitik seit dem Kalten Krieg als fortschreitende Abkehr von diplomatischer Staatskunst zugunsten militärischer Macht. Seit dem 11. September 2001 habe sich diese Entwicklung über verschiedene Regierungen hinweg verstärkt; Donald Trump verkörpere sie für ihn besonders deutlich. Als Beispiel nennt er ein Gipfeltreffen Trumps mit Xi Jinping, das trotz grosser Inszenierung keine Fortschritte bei zentralen Konflikten wie Taiwan, Handel, künstlicher Intelligenz oder Chinas Verhältnis zum Iran gebracht habe. Im Iran-Krieg sieht Lawrence Washington zudem diplomatisch isoliert und verweist auf mögliche Vermittlungsbereitschaft Chinas. Russland betrachte die USA nach Darstellung des Autors als unfähig zu verlässlichen Vereinbarungen; Gespräche über die Ukraine seien daher wenig aussichtsreich. Lawrence argumentiert, China, Iran und Russland verlangten Anerkennung ihrer Sicherheitsinteressen. Eine multipolare Weltordnung erfordere aus seiner Sicht Gleichberechtigung, Verhandlungen und ein neues westliches Verständnis internationaler Sicherheit.

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