Themen: Krieg&Frieden, Geopolitik, Iran Krieg
Regionen: International, Westasien
Der seit Oktober offen geführte Krieg zwischen den Huthi, dem jemenitischen Präsidialrat und Saudi-Arabien ist aus einer Eskalation von Seeblockade, Vorstössen zur Rotmeerküste und der saudisch gestützten Offensive «Dawn of Yemen» hervorgegangen. Die Huthi greifen nach Angaben im Text Flughäfen, Militärbasen und Ölanlagen in Saudi-Arabien an und wollen Riad mit billigen Drohnen und Raketen wirtschaftlich unter Druck setzen. Ihre Kontrolle am Bab al-Mandab erhöht dabei die Risiken für Ölexporte und Handel. Der Präsidialrat in Aden strebt dagegen einen geeinten Staat mit Gewaltmonopol an, ist militärisch jedoch auf Saudi-Arabien angewiesen. Riad setzt zusätzlich auf ein Verteidigungsabkommen mit Pakistan und der Türkei, dessen Beistandsbereitschaft im Jemen ungewiss bleibt. Iran profitiert strategisch vom Druck auf Saudi-Arabien, kann die Huthi aber nur begrenzt steuern. Entscheidend bleibt, ob Saudi-Arabien eine Sicherheitsvereinbarung mit den Huthi akzeptiert oder am jemenitischen Einheitsstaat festhält.