Themen: Partei-Politik, CH-Politik
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Die Zürcher SP hat Daniel Jositsch die vierte Nomination als Ständeratskandidat knapp verweigert. Der Autor teilt einzelne seiner Positionen und würdigt seine breite Bekanntheit als Rechtsprofessor sowie seine zwei erfolgreichen Ständeratswahlen. Dennoch sei die Absage folgerichtig, weil Jositsch zu wenig auf Zusammenarbeit mit Fraktion und Partei gesetzt habe. Als Beispiele nennt er seinen Konflikt um das Frauenticket für Simonetta Sommarugas Nachfolge, seinen Widerstand gegen das Klimaurteil von Strassburg und seine Unterstützung des GLP-Politikers Daniel Frei bei einer Stadtratswahl in Uster statt des SP-Kandidaten. Die Darstellung, die Parteispitze wolle Sozialliberale gezielt ausschliessen, weist der Autor zurück. Mit Jositsch verliere die SP zwar einen wahrscheinlichen Ständeratssitz. Jacqueline Badran könne dagegen die eigene Basis stark mobilisieren und auch der Nationalratsliste helfen, ihre Wahl bleibe jedoch unsicher.