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Die falschen Zuwanderer aus Amerika

Infosperber
Die falschen Zuwanderer aus Amerika

Themen: Gesellschaft, Kultur/Feuilleton

Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt

Der Autor kritisiert die Übernahme englischer und pseudoenglischer Ausdrücke in den deutschen Sprachgebrauch. Begriffe wie «Public Viewing» würden im Englischen teils etwas anderes bedeuten, während «Narrativ», «Framing» oder «adressieren» häufig präzisere deutsche Wörter wie Gerücht, Behauptung, darstellen oder ansprechen verdrängten. Der Trend betreffe Alltag und Arbeitswelt gleichermassen, etwa mit Wörtern wie Task, Challenge, Briefing oder Workload. Als besonders aufschlussreich gilt ihm der politische Gebrauch von «Expat». Das Wort sei eine Kurzform von «Expatriate» und bedeute grundsätzlich Auswanderer oder Ausländer. Im Schweizer Diskurs werde es jedoch meist für reiche oder gutverdienende Zugewanderte verwendet, nicht für Studierende, Flüchtlinge oder Erwerbstätige wie Sanitärinstallateure und Erntehelfer. Diese begriffliche Auswahl verdecke soziale Unterschiede und werte bestimmte Migrant:innen sprachlich auf. Der Autor plädiert deshalb dafür, vorhandene deutsche Begriffe genauer zu verwenden und die gemeinten Gruppen klar zu benennen.

Infosperber

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