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«Die Frauenbadi in Zürich ist für mich Freiheit»

TSRI
«Die Frauenbadi in Zürich ist für mich Freiheit»

Themen: Kultur/Feuilleton, Gleichstellung, Gesellschaft

Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur

Das Frauenbad am Zürcher Stadthausquai vermittelt Hannan Salamat Ruhe, Sicherheit und Freiheit. Ohne männliche Blicke und den Lärm der Stadt könne sie dort schwimmen, schlafen oder einfach verweilen. Sie schildert einen vielfältig genutzten Ort: Frauen mit Kopftuch legen dieses ab, orthodoxe Jüdinnen baden in Modest-Badeanzügen, ältere Frauen schwimmen ihre Bahnen, Studentinnen hören Podcasts oder arbeiten. Das Bad sei zugleich Teil der Zürcher Erinnerungskultur. Bereits 1837 erkämpften Frauen mit einer Petition ein eigenes Bad an der Limmat; aus dem damaligen «Badhaus für Frauenzimmer» entstand ein Freizeitort. Salamat beschreibt, wie der Ort ihr Verhältnis zum eigenen Körper verändert habe. Zugleich erkennt sie an, dass die Bezeichnung «Frau» unterschiedliche Lebensrealitäten nicht vollständig abbildet und Menschen ausschliessen kann. Separierte Schutzräume seien dennoch nötig, solange Freiheit und Sicherheit im öffentlichen Raum nicht für alle selbstverständlich seien.

tsri.ch

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