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Die «Heldin» im Stich gelassen

Journal21
Die «Heldin» im Stich gelassen

Themen: Gesundheit, CH-Politik

Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt

Der Nationalrat hat bei der Umsetzung der 2021 mit 61 Prozent angenommenen Pflegeinitiative zentrale Forderungen für bessere Arbeitsbedingungen abgelehnt. Die Höchstarbeitszeit soll bei 50 statt bei den vom Bundesrat vorgeschlagenen 45 Wochenstunden bleiben; auch eine Senkung der Normalarbeitszeit auf 40 oder 38 Stunden scheiterte. Für Überstunden sowie Sonn- und Feiertagsarbeit sind Zuschläge von 25 statt 50 Prozent vorgesehen. Immerhin werden Umkleidezeit und gesetzliche Pausen teilweise als Arbeitszeit angerechnet. Die bürgerliche Mehrheit verwies auf die Kosten kürzerer Arbeitszeiten. Gesundheitsverbände, Grüne und SP kritisieren, damit werde der Volkswille nicht erfüllt und der Personalmangel verschärft. Bereits heute fehlen laut Beitrag 14’000 Pflegekräfte; bis 2030 könnten es im schlimmsten Fall 43’000 sein. Der SBK fordert vom Ständerat insbesondere eine 45-Stunden-Höchstgrenze, bedarfsgerechte Personalausstattung und familienfreundlichere Regeln für Überstunden und Sonntagsarbeit.

Journal21

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