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Die KI-Richtlinien der Medien sind ein Witz

Infosperber
Die KI-Richtlinien der Medien sind ein Witz

Themen: KI/Digital, Demokratie

Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt

Ein Blick-Leitartikel zu 100 Tagen seit der Brandkatastrophe von Crans-Montana löste bei einer Leserin den Verdacht aus, er sei mit künstlicher Intelligenz erstellt worden. Sie kritisierte nummerierte Allgemeinplätze, Floskeln und einzelne unglücklich wirkende Formulierungen. Auf wiederholte Fragen zur konkreten KI-Nutzung erhielt sie laut Darstellung keine Auskunft, sondern lediglich Ringiers KI-Richtlinien. Diese sehen keine Kennzeichnung vor, wenn ein KI-generierter redaktioneller Text von Journalistinnen oder Journalisten kritisch überprüft wurde. Auch eine Anfrage von Infosperber beantwortete Ringier nur allgemein: Chefredaktor Rolf Cavalli schreibe seine Beiträge eigenständig. Offen bleibt damit, ob und in welchem Umfang KI bei Ideen, Formulierungen oder Überarbeitung eingesetzt wurde. Der Beitrag kritisiert zudem ähnliche Regelungen bei Tamedia und den neuen KI-Kodex des Verlegerverbands, dessen offene Begriffe bei Überprüfung und Kennzeichnung grosse Spielräume liessen.

Infosperber

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