Themen: Umwelt, Gesellschaft
Regionen: International, Südostasien
In Nohotia im indischen Assam bewachen Dorfbewohner nachts einen sechs Meter hohen Erddamm, der ihre Felder inzwischen nicht nur vor den jährlichen Fluten des Brahmaputra, sondern auch vor Elefanten schützen soll. Auf den überflutbaren Ebenen wachsen Kohl, Auberginen und Senfblumen. Männer halten Lagerfeuer am Brennen, verbrennen Reifen, setzen Scheinwerfer ein und schlagen auf dhôl-Trommeln, um grösser und zahlreicher zu wirken. Als sich die Elefanten durch Reis- und Bananenfelder nähern, feuern uniformierte Männer mit alten Gewehren in die Luft. Nach den Salven weichen die Tiere zunächst zurück, lassen aber einen lauten Schrei hören. Dhruba Das, 32-jähriger Spezialist für die Lösung von Mensch-Elefant-Konflikten, erklärt, die Tiere seien durch die Schüsse verärgert. Sie würden einige Stunden warten und erneut versuchen vorzudringen, weil sie wüssten, dass Menschen diese Nachtwache nicht unbegrenzt aufrechterhalten könnten.