Themen: Iran Krieg, Geopolitik, Krieg&Frieden
Regionen: International, Westasien, Nordamerika
Bahram Soltani analysiert die Widerstandsfähigkeit Irans im Krieg gegen die Vereinigten Staaten und Israel seit Juni 2025 und Ende Februar 2026. Diese beruhe nicht allein auf militärischen Fähigkeiten, sondern auf einer tief verwurzelten nationalen Identität, persischer Sprache, Literatur, Philosophie, religiösen Werten und historischen Erfahrungen. Die Mobilisierung der Bevölkerung zeige trotz wirtschaftlicher Schwierigkeiten und innenpolitischer Spannungen eine starke Verbundenheit mit dem Land. Soltani fordert die iranische Führung auf, diese Unterstützung durch nachhaltige Antworten auf soziale und politische Forderungen zu würdigen und gesellschaftliche Gruppen stärker in Entscheidungen einzubeziehen. Er verweist auf frühere Besetzungen, den Sturz Mohammad Mossadeghs 1953 und den Krieg Iraks gegen Iran von 1980 bis 1988. Sanktionen, gezielte Tötungen und der Umgang mit dem iranischen Atomprogramm wertet er als Ausdruck ungleicher internationaler Standards. Die militärischen Aktionen gegen Iran seien nach seiner Einschätzung weder vom Uno-Sicherheitsrat autorisiert noch völkerrechtlich gerechtfertigt und zielten über die Nuklearfrage hinaus auf einen Regimewechsel.