Themen: Innen-Politik, Krieg&Frieden, KI/Digital
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Das Jugendgericht Dielsdorf hat einen heute 17-Jährigen zu einem Jahr Freiheitsentzug verurteilt, der höchsten für Jugendliche möglichen Strafe. Er hatte 2024 im Zürcher Kreis 1 einen jüdisch-orthodoxen Familienvater niedergestochen und lebensgefährlich verletzt. Das Gericht sprach ihn unter anderem des mehrfach versuchten Mordes, der Unterstützung einer kriminellen und terroristischen Organisation, mehrfacher Gewaltdarstellung und Schreckung der Bevölkerung schuldig. Gemäss Anklageschrift radikalisierte sich der Jugendliche im Internet und bereitete die Tat während Wochen vor. In der Nacht davor kündigte er sie in sozialen Netzwerken an und nannte sich in einem Video «Soldat des Kalifats». Er startete vor dem Angriff Livestreams auf mehreren Plattformen. Nachdem er nicht in eine verschlossene Synagoge eindringen konnte, griff er den Familienvater auf der Strasse an. Passanten hielten ihn bis zum Eintreffen der Polizei fest.