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Die Katastrophe von München mit dem Niesen verarbeitet

Frutiglaender
Die Katastrophe von München mit dem Niesen verarbeitet

Themen: Kultur/Feuilleton, Kultur

Regionen: Schweiz, Bern/Freiburg, International, Europa

Beim Brand des Münchner Glaspalasts in der Nacht zum 6. Juni 1931 gingen rund 3000 Kunstwerke verloren, darunter sämtliche 110 Gemälde einer Ausstellung deutscher Romantiker. Auch der Schweizer Maler Cuno Amiet verlor mehr als 50 Werke, die einen bedeutenden Teil seiner in München gezeigten Schaffenszeit abdeckten. Die Ursache des Feuers blieb ungeklärt; diskutiert wurden Brandstiftung und Selbstzündung von Putzmaterial. Das Berner Kunstmuseum hatte fünf Werke nach München ausgeliehen, und Bundesrat Meyer übermittelte Amiet das Bedauern des Eidgenössischen Departements des Innern. Im Herbst 1931 hielt sich Amiet in Hilterfingen am Thunersee auf. Dort nahm er die Arbeit wieder auf und malte den Niesen und den See mehrfach unter unterschiedlichem Licht. Viele spätere Werke versah er neben der Signatur mit einer stilisierten Flamme. Seine Niesenbilder gelten als Ausdruck eines künstlerischen Neubeginns nach dem Verlust.

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