Themen: Iran Krieg, Krieg&Frieden, Gesundheit
Regionen: International, Westasien
Eine unabhängige Uno-Kommission wirft Israel vor, palästinensische Kinder in Gaza auch nach Beginn der Waffenruhe vom 11. Oktober 2025 weiter zu töten und zu missbrauchen. Die israelische Uno-Mission in Genf bezeichnet den Bericht als verleumderische Farce und kritisiert, dass Hamas-Verbrechen gegen israelische Kinder sowie deren Einsatz als Schutzschilder ausgeblendet würden. Laut Unicef ist seit dem Waffenstillstand im Durchschnitt täglich ein palästinensisches Kind gewaltsam gestorben. Das Gesundheitsministerium in Gaza meldet bis Mitte Juni mehr als 1’010 Tote, darunter 253 Kinder, sowie 3’512 Verletzte. Die Uno habe unter 574 verifizierten Todesfällen einen Kinderanteil von 32 Prozent festgestellt. Israelische Streitkräfte erklären Angriffe mit Schlägen gegen Hamas-Kämpfer oder Personen nahe der «Gelben Linie». Die Armee liefert laut Darstellung jedoch zu einzelnen Vorfällen keine detaillierten Begründungen. Die humanitäre Lage und die medizinische Versorgung in Gaza bleiben schwer beeinträchtigt.