Themen: Kultur, Gesellschaft, CH-Politik
Regionen: Schweiz, Bern/Freiburg
Für die Liegenschaft an der Weissensteinstrasse 4 in Bern liegt ein Abbruchgesuch sowie ein generelles Baugesuch für einen Neubau vor. Das seit fünf Jahren in der ehemaligen Schreinerei aktive Tripity-Kollektiv mobilisierte dagegen die Nachbarschaft und unterstützte sie beim Verfassen von Einsprachen. Bis zum Ablauf der Frist am 8. Juni gingen laut Bauinspektorat 152 Einsprachen ein. Kritisiert werden ein Abbruch ohne konkretes Ausführungsprojekt, eine unklare spätere Nutzung sowie möglicher Verlust von Wohnraum und Freiraum. Die Behörde weist darauf hin, dass politische Forderungen im Baubewilligungsverfahren nur begrenzt relevant sind und prüft die Einsprachen nun. PdA-Stadtrat Matteo Micieli sowie Vertreter*innen von SP, AL und Grünes Bündnis reichten Vorstösse ein, damit die Stadt Abrisse ohne umsetzbares Folgeprojekt künftig verhindern kann. Das Kollektiv versteht Tripity als unkommerziellen Raum für Kultur, Wohnen, Workshops und politische Vernetzung. Ein Entscheid auf Stufe Baubewilligungsbehörde wird bis Ende Jahr angestrebt; Beschwerden könnten das Verfahren verlängern.