Prometheus: Der unabhängige Medienspiegel der Schweiz

Seite wird geladen …

Zum Inhalt springen
Zurück zur Übersicht

Die kühle „Kunst des Deals“

Journal21
Die kühle „Kunst des Deals“

Themen: Geopolitik, Krieg&Frieden

Regionen: International, Nordamerika, Europa

Das in New York unterzeichnete Abkommen zwischen den USA, Dänemark und Grönland bestätigt weitgehend bestehende Verhältnisse, erweitert aber einzelne Rechte der USA. Washington darf seine Militärpräsenz in Grönland ausbauen, neue Basen und weitere Anlagen errichten sowie künftig auch mit U-Booten grönländische Hoheitsgewässer nutzen. Bislang betreiben die USA die Pituffik Space Base im Norden; vorläufig sind zwei weitere Stützpunkte im Süden und an der Ostküste vorgesehen. Das Recht auf militärische Präsenz war bereits im Verteidigungsabkommen von 1951 verankert. Neu ist zudem, dass grönländische Zulieferer beim Bau und Unterhalt militärischer Anlagen nach Möglichkeit berücksichtigt werden sollen. Grönland behält das Recht auf Unabhängigkeit, müsste dann aber Nato-Mitglied bleiben. Die USA erhalten ein Mitspracherecht bei sicherheitsrelevanten Investitionen, etwa in seltene Erden, strategische Metalle und kritische Infrastruktur. Firmen ausserhalb von Nato, EU oder Partnerstaaten sollen nur unter Bedingungen investieren dürfen.

www.journal21.ch

Zum Originalartikel