Themen: Wirtschaft/Finanzen, Geopolitik
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt, International, China
Die Schweiz setzt als Nichtmitglied der EU auf bilaterale oder mit der EFTA vereinbarte Freihandelsabkommen, um Exporten Zugang zu aussereuropäischen Märkten zu sichern. Neben Indien und Mercosur steht besonders das Abkommen mit China im Fokus. Dieses könnte Schweizer Industrie- und Dienstleistungsexporen mittelfristig Zollvorteile und Marktzugang bringen; auch Investitionsbestimmungen und ein Artikel zu Zwangsarbeit gehören dazu. Menschenrechtsorganisationen kritisieren letzteren wegen fehlender Sanktionsmöglichkeiten. Die Analyse warnt, China unter Xi Jinping sei als autokratische Weltmacht ein grundsätzlich anderer Vertragspartner als bisherige Handelspartner der Schweiz. Chinesische Massenproduktion, Subventionen, Technologietransfer und restriktive Regeln für ausländische Unternehmen könnten Schweizer Firmen verdrängen; als Beispiel wird der Konkurs von Meyer Burger genannt. Die Schweiz verfüge gegenüber China über zu wenig Marktmacht, um Verpflichtungen durchzusetzen. Zudem könnten enge Partner die Schweiz als möglichen Brückenkopf für Umgehungsgeschäfte nach Europa betrachten.