Themen: Kultur
Regionen: Schweiz, Bern/Freiburg
Arthur Ossola und seine Tochter Karin Achermann pflegen im Vorprogramm der Tellspiele in Interlaken die Kalligraphie. Ossola ist seit Beginn dieses Angebots dabei und schätzt seine Tätigkeit auf drei bis vier Jahrzehnte; Achermann engagiert sich seit über zwanzig Jahren. Beide zeigen dem Publikum, wie traditionelle Schriftkunst mit Präzision, Geduld und persönlicher Gestaltung verbunden ist. Die Buchstabenformen seien zwar vorgegeben, doch jeder Strich trage die Handschrift der schreibenden Person. Neben historischen Schriften gehören Auftragsarbeiten, eigene Produkte und moderne Formen wie Handlettering zu ihrer Arbeit. Wegen des begrenzten Platzes können Besucherinnen und Besucher nicht selbst schreiben. Stattdessen gestalten Ossola und Achermann Vornamen auf kleine Kärtchen, die als Andenken mitgenommen werden können. In der historischen Atmosphäre der Tellspiele erinnert das Handwerk an eine Zeit, in der Schreiben bewusst und kunstvoll ausgeführt wurde.