Themen: Iran Krieg, Geopolitik, Krieg&Frieden
Regionen: International, Westasien
Die geplante Beteiligung iranisch-kurdischer Milizen am Krieg der USA und Israels gegen Iran wurde laut iranischem Aussenminister Abbas Araghchi durch türkischen Druck verhindert. Die Milizen sollten demnach aus dem Nordirak in den iranischen Nordwesten vorstossen und eine zweite Front gegen die Revolutionsgarden eröffnen. Araghchi erklärte, die Türkei habe mit den USA gesprochen und eine entschiedene Haltung gegen eine Spaltung Irans eingenommen. Auch Donald Trump und der ehemalige israelische Militärgeheimdienstchef Tamir Haiman werden mit Angaben zu türkischen Warnungen zitiert. Sechs kurdische Oppositionsparteien hatten kurz vor Kriegsbeginn eine Allianz gegründet, während andere kurdische Stimmen eine Teilnahme am Krieg ablehnten. Der Bericht ordnet dies in den Wandel regionaler Allianzen ein: Die früher von den USA unterstützten kurdischen Kräfte in Rojava seien nach dem Ende dieser Allianz stark geschwächt. Die Türkei fördere zugleich autoritäre Strukturen in Syrien und habe nach dieser Darstellung den Erhalt des iranischen Regimes mitbegünstigt.