Themen: Gesellschaft, Demokratie
Regionen: International, Nordamerika
Die Bevölkerung der USA könnte 2026 erstmals seit Langem abnehmen. Bis Dezember 2025 wuchs sie kaum noch, während laut einer Studie der Brookings Institution erstmals seit mindestens 50 Jahren mehr Menschen aus- als einwanderten. Der negative Wanderungssaldo wird für 2025 auf 10'000 bis 295'000 Personen geschätzt; verlässliche Zahlen fehlen wegen der fehlenden Meldepflicht. Beliebte Zielländer sind Mexiko, Kanada, Grossbritannien und EU-Staaten. Allein nach Mexiko wanderten gemäss dessen Angaben 50'000 US-Bürgerinnen und -Bürger ein. Umfragen zeigen eine besonders hohe Auswanderungsbereitschaft junger Frauen. Als Gründe gelten hohe Lebenshaltungskosten, politische Motive und die Möglichkeit von Homeoffice. Der Migrationsforscher Justin Gest warnt, dass überdurchschnittlich junge, gut ausgebildete und liberal-demokratisch engagierte Menschen das Land verlassen könnten. Schon geringe Verschiebungen könnten in umkämpften Wahlkreisen politisch relevant werden.