Themen: Iran Krieg, Geopolitik, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: International, Westasien, Nordamerika
Die US-Regierung verlangt, dass Staaten und Unternehmen weltweit ihre Handels- und Finanzbeziehungen mit Iran abbrechen. Finanzminister Scott Bessent kündigte Konsequenzen für Akteure an, die sich den neuen Sanktionen nicht anschliessen. Vorgesehen sind Einschränkungen für Handel, Flug- und Schiffsverkehr sowie Massnahmen gegen Kryptowährungen, Technologie und Gold. Ziel sei, die wirtschaftlichen Lebensadern des iranischen Regimes zu durchtrennen. Der Beitrag verweist darauf, dass Sanktionen erfahrungsgemäss vor allem die Bevölkerung träfen: In Iran seien Güter des täglichen Bedarfs und Medikamente teils unerschwinglich oder nicht verfügbar, die Weltbank schätze die Inflation auf 70 Prozent. Ob Washington seine Forderungen weltweit durchsetzen kann, bleibt offen. China handelt iranisches Erdöl im geschätzten Umfang von 14 Milliarden Dollar jährlich; auch Irak und die Vereinigten Arabischen Emirate sind wichtige Partner. Teheran signalisiert einerseits Gesprächsbereitschaft, während die Revolutionswächter wirtschaftlichen Widerstand und mögliche Angriffe auf US-Stützpunkte in der Region ankündigen.