Themen: Kultur, Kultur/Feuilleton
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Das Kunst Museum Winterthur beim Stadthaus widmet Mona Hatoum mit «Routes of Dissonances» eine Ausstellung im gesamten Erweiterungsbau. Sie ist die letzte von Direktor Konrad Bitterli kuratierte Schau vor seinem Rücktritt Ende Jahr. Hatoums Werke treten bereits in den Sammlungsräumen in Dialog mit Kunst von Monet, Van Gogh, Max Ernst und Hans Arp. Spiegel, gläserne Handgranaten und ein ineinander verflochtener Strohhut verbinden Humor und Ironie mit Bedrohung und Irritation. Die Stahlskulptur «Quarters» erinnert durch ihre Masse an Notpritschen in Flüchtlings- oder Konzentrationslagern, während «Misbah» neben Sternen bewaffnete Soldaten als Schattenbilder zeigt. Karten und Globen erscheinen als fragile, gefährdete Ordnungen: ein Mobile aus Glas, eine begehbare Weltkarte aus Glasmurmeln oder ein Globus aus Neonröhren und Armierungseisen. Bis 31. Januar lädt die nicht chronologisch angelegte Schau zu einem offenen Parcours ein.