Themen: Kultur/Feuilleton
Regionen: International, International Unbestimmt
Christopher Nolans «Odyssee» wird vom Autor als opulentes, kostspieliges und technisch präzise gebautes Kinospektakel beurteilt. Die öffentliche Kritik entzünde sich vor allem daran, dass Helen von einer Schwarzen Schauspielerin verkörpert werde, sowie an Besetzung und Akzenten weiterer Figuren. Der Autor hält diese Einwände für überbewertet, auch wenn ihn die Starbesetzung und die Vermarktungslogik teilweise reiben. Asiatische Darsteller als Griechen, ein indischer Schauspieler mit Manchester-Akzent und Robert Pattinson in Sandalen seien irritierende, aber zum Kino gehörende Setzungen. Matt Damon überzeuge als Odysseus durch eine ruhige und gewichtige Darstellung. Besonders lobt der Autor den Sound und erwartet dafür eine Oscar-Nominierung. Die IMAX-Aufführung im Abaton habe mit ihrer Dimension, Wucht und Immersion funktioniert; auch nach drei Stunden seien Publikum und volle Säle spürbar nachwirkend geblieben. Nolan habe die 250 Millionen in ein Produkt umgesetzt, das auf der grossen Leinwand sein Versprechen erfülle.