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Diplomatische Mätzchen, zwei Selbstdarsteller in Versailles und ein verprellter Bundesrat

Global Bridge
Diplomatische Mätzchen, zwei Selbstdarsteller in Versailles und ein verprellter Bundesrat

Themen: Iran Krieg, Geopolitik, Krieg&Frieden

Regionen: International, Westasien, Nordamerika

Das Memorandum of Understanding zwischen den USA und Iran wurde nach Darstellung des Autors in Versailles unterzeichnet, während die iranische Führung digital aus der Ferne zustimmte. Ralph Bosshard wertet die Vereinbarung als iranischen Erfolg, weil sie Lockerungen von Sanktionen, Zugriff auf eingefrorene Gelder und Wiederaufbauleistungen in Aussicht stelle. Zudem könne sie einen Abzug amerikanischer Streitkräfte aus der Region nach sich ziehen und die Wiederöffnung der Strasse von Hormus ermöglichen. Das Dokument sehe bei der Urananreicherung eine beaufsichtigte Abreicherung für zivile Nutzung vor; Bosshard vergleicht dies mit den detaillierteren Vorgaben des JCPOA von 2015. Er erwartet Auswirkungen auf Irans Stellung in Westasien, insbesondere im Libanon und Irak, und sieht israelische Ziele eines Regimewechsels oder einer Zerschlagung Irans als gescheitert. Die Dauerhaftigkeit der Vereinbarung bleibe unsicher, vor allem mit Blick auf Israel und die Zeit nach den US-Zwischenwahlen.

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