Themen: Umwelt
Regionen: International, Nordamerika
In Bozeman im US-Bundesstaat Montana versammelten sich 2000 auf Initiative des Naturschutzexperten Curtis Freese rund dreissig Naturwissenschaftler, um über die verbliebenen grossen Prärien Nordamerikas zu beraten. Freese war zuvor für den WWF tätig gewesen. Die Gruppe verfolgte ein ungewöhnlich weitreichendes Ziel: Nicht nur eine einzelne Tierart, einen Fluss oder einen Berg zu bewahren, sondern eine ganze Landschaft zu schützen. Auf Karten identifizierten die Fachleute noch bestehende Flächen, die dem Pflug weitgehend entgangen waren. Dabei handelte es sich um Böden aus der Eiszeit, die für eine umfassende landwirtschaftliche Nutzung zu arm, zu kalt oder zu trocken sind. In diesen Restgebieten sahen sie eine der letzten Möglichkeiten für einen aussergewöhnlich grossen Nationalpark. Das Schutzgebiet sollte nach ihrer Vorstellung eine Dimension erreichen, die mit der Serengeti in Tansania vergleichbar wäre, und die nordamerikanischen Prärien als zusammenhängenden Lebensraum erhalten.