Themen: KI/Digital, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Bern/Freiburg, International, Europa
Nach einem Hackerangriff auf die elektronische Steuerung ihrer Kühl- und Gefrieranlagen bleibt eine Metzgerei in Köniz zwei Wochen geschlossen. Die Betreiber trennten die Anlagen vom Strom, um Risiken für die Lebensmittelsicherheit zu vermeiden. Vor der geplanten Wiedereröffnung am 20. November werden die Systeme überprüft. Es ist der erste öffentlich bekannt gewordene Schweizer Fall dieser Art. Bereits am 12. Oktober waren in Frankreich Kühlanlagen Hunderter Supermärkte aus der Ferne manipuliert und teilweise auf über 50 Grad erhitzt worden. Anfang November folgten Angriffe in weiteren europäischen Ländern; Lebensmittel verdarben und mussten entsorgt werden. In Frankreich war auch ein Anbieter von Kühlanlagen für Blutprodukte betroffen. Dank Überwachungssystemen konnten die Produkte gesichert werden. Zwei prorussische Hackergruppen reklamieren die Angriffe für sich und drohen mit weiteren Zielen. Ihre Angaben sind nicht vollständig unabhängig bestätigt. Ob zuvor bekannt gewordene Schwachstellen in Steuerungen des Herstellers Danfoss ausgenutzt wurden, ist ebenfalls ungeklärt.