Themen: Gesellschaft, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Die «Gisi» an der General-Guisan-Strasse 31 in Winterthur wurde im Januar 1997 besetzt und gilt fast dreissig Jahre später als ältestes noch besetztes Haus der Schweiz. Eigentümer Bruno Stefanini verlangte 2000 die Räumung; die Bewohner:innen verbarrikadierten das Haus. Nach Auseinandersetzungen mit Polizei und einem gescheiterten Versuch, Transparente zu entfernen, wurde über eine Legalisierung verhandelt. Stefanini verlangte monatlich 3000 Franken, während die Bewohner:innen höchstens 1500 Franken zahlen wollten. Eine von Subita vermittelte Nutzungsvereinbarung sicherte ihnen den Verbleib mindestens bis März 2001 zu, falls keine Umbauentscheidung vorlag. Stefanini tolerierte die Besetzung danach bis zu seinem Tod 2018. Seine Immobilien gingen an die Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte über. Diese kündigte Sanierungen an. Gespräche von 2020 über ein Baurecht für die Bewohner:innen oder einen Gebrauchsleihvertrag scheiterten ebenfalls.