Themen: Gesundheit, CH-Politik, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Offene Drogenszenen in der Zürcher Bäckeranlage und am Schanzengraben rücken die rasch abhängig machende Droge Crack in den Fokus. Über den Umgang mit Betroffenen streitet die Politik seit längerem. Gemäss einem Bericht des «Tages-Anzeigers» stammt rund die Hälfte der Crackkonsumierenden aus umliegenden Gemeinden. Dort fehlen jedoch vielerorts Notschlafstellen, Konsumräume und spezialisierte Wohnangebote. Solche dezentralen Strukturen wurden im Kanton während der vergangenen 15 Jahre schrittweise abgebaut. Eine Allianz aus AL, SP, GLP, Grünen und EVP fordert deshalb, dass der Zürcher Regierungsrat den Bedarf an regionalen Suchtangeboten abklärt. Auch die SVP unterstützt eine Entlastung der Stadt und will ihr die Zentrumsfunktion nicht allein überlassen. FDP und Mitte widersprechen: Sie verweisen auf rund 430 Millionen Franken Zentrumslastenausgleich jährlich. Die Stadt habe die Entwicklung unterschätzt und verzögere neue Kontakt- und Anlaufstellen bei der Standortsuche.