Themen: Gesundheit, Gesellschaft
Regionen: International, Europa
In Deutschland starben 2025 laut den vom Drogenbeauftragten vorgestellten Zahlen 2'150 Menschen an den Folgen von Drogenkonsums. Die Zahl liegt weiterhin auf Rekordniveau. Bei 284 Todesfällen könnten opioidhaltige Drogen mitursächlich gewesen sein. Besonders auffällig ist die Entwicklung bei jungen Menschen: Die Zahl der Drogentoten unter 30 Jahren stieg seit 2021 von 346 auf 528, jene der unter 20-Jährigen von 54 auf 106. Bei 148 der 528 unter 30-Jährigen wurden opioidhaltige Medikamente wie Oxycodon oder Tilidin festgestellt. Fast immer handelte es sich dabei um gefährlichen Mischkonsum mit illegalen Drogen oder Alkohol. Gefälschte Tabletten mit hochpotenten synthetischen Opioiden erhöhen das Risiko zusätzlich. Die Dunkelziffer bleibt wegen unterschiedlich häufiger toxikologischer Untersuchungen und uneinheitlicher Erfassung der Substanzen hoch. Eine neue Befragung erfasst Schmerzmittel-Opioide erstmals breiter; ob der gemessene Anstieg tatsächlichen Mehrkonsum zeigt, ist noch offen.