Themen: Geopolitik, Krieg&Frieden, KI/Digital
Regionen: International, Russland/Eurasien, Europa
Die im September 2025 gemeldeten Drohnenvorfälle über mehreren dänischen Flughäfen sind laut einer späteren Recherche weiterhin ungeklärt. Der Flughafen Kopenhagen stellte damals nach angeblichen Sichtungen den Flugbetrieb für mehrere Stunden ein. Politiker, Sicherheitsexperten und Medien stellten die Ereignisse in einen Zusammenhang mit möglicher russischer hybrider Kriegsführung, ohne eine russische Urheberschaft zu belegen. Eine Recherche des dänischen öffentlich-rechtlichen Fernsehens sowie ein späterer NZZ-Bericht fanden demnach weder Beweise noch Indizien für eine Beteiligung Russlands. Auch für die mutmassliche Rolle eines Schiffes mit russischer Besatzung nahe Kastrup liegt kein Nachweis vor. Da keine Drohne abgeschossen wurde, existieren keine Überreste zur Herkunftsbestimmung. Die NZZ hielt am 27. Mai 2026 fest, es gebe keinen Beleg, dass Drohnen von einem Schiff gestartet seien oder dass es überhaupt Drohnen gegeben habe. Fachleute bezweifelten zudem, ob die verbreiteten Videos tatsächlich Drohnen zeigen.