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Droht Zürcher Oberländer der Genickbruch?

Inside Paradeplatz
Droht Zürcher Oberländer der Genickbruch?

Themen: Wirtschaft/Finanzen, Corona, KI/Digital

Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur

Die Zürcher Oberländer Media AG steht wegen Corona-Kurzarbeitsgeldern in einem Rechtsfall mit dem Staatssekretariat für Wirtschaft Seco. Verwaltungsratspräsidentin Karin Lenzlinger und CEO Ralph Brechlin sprechen von formalen Fehlern bei der Arbeitszeiterfassung. Im ungünstigsten Fall müsste das Unternehmen die erhaltenen Kurzarbeitsentschädigungen zurückzahlen. Dafür wurden kurzfristige Rückstellungen von 857’000 Franken gebildet; eine Rückzahlung könnte einen Liquiditätsengpass auslösen. Bereits wurden Arbeitgeberbeitragsreserven angezapft, weshalb Aktionäre auf Dividenden verzichten müssen. Das Seco verschärft den Druck, da Verjährungsfristen drohen. Operativ verschlechterte sich die Lage ebenfalls: Abonnemente gingen um 5 Prozent, Inserate um 9 Prozent zurück, und die Online-Abos liegen bei nur 600. Der Aktienkurs notiert bei 400 Franken, dem tiefsten Stand seit 15 Jahren. Im Juli wechselten 170 Aktien auf OTC-X den Besitzer, mehr als doppelt so viele wie im gesamten Vorjahr. Die Redaktion reagiert laut Darstellung mit Wut und Resignation; die Zeitung Tössthaler wurde eingestellt und Auslandseiten stammen von Keystone-SDA.

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