Themen: Partei-Politik
Regionen: International, Europa
Im bürgerlich-zentristischen Lager vor der französischen Präsidentschaftswahl im kommenden Frühling zeichnet sich eine leichte Bewegung ab. Edouard Philippe, der als fragiler Favorit gilt, reagiert auf Gabriel Attals Vorstoss für eine Vorwahl der Rechten und Mitte. Philippe steht einer solchen Primärwahl skeptisch gegenüber und bevorzugt eine direkte Legitimation über Umfragen. In einem TV-Auftritt erklärte er, alle Personen mit Vorschlägen seien legitim, rechne aber nicht mit einer Vorwahl. Das erweiterte Lager müsse zunächst Gemeinsamkeiten schaffen, statt seine Spaltungen durch einen Vorwahlkampf zu verschärfen. Philippe will die kommenden vier bis fünf Monate für den Wahlkampf nutzen und bis Februar Verantwortung übernehmen. Zugleich formulierte er erstmals deutlich die Möglichkeit, sich zurückzuziehen: Sollten die Französinnen und Franzosen klar einen anderen Kandidaten bevorzugen, werde er daraus Konsequenzen ziehen.