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Ein grosses Problem waren die Schaulustigen

Frutiglaender
Ein grosses Problem waren die Schaulustigen

Themen: Umwelt, Gesellschaft

Regionen: Schweiz, Bern/Freiburg

Nach einem heftigen Gewitter bildete sich im Juli 1972 auf der Tschingelalp im Kiental ein See, der das Gebiet von der Umgebung abschnitt. Ueli Luginbühl, damals Landwirt auf der Alp Gorneren, bemerkte am Morgen nach der Gewitternacht, dass kein Durchkommen Richtung Kiental mehr möglich war. Er brachte Milch zunächst zum Steinenberg, damit sie dort verarbeitet werden konnte. Pontoniere aus Thun richteten mit zwei zusammengebundenen Schiffen und einer Holzpritsche eine Fähre ein. Damit wurden 400 Feriengäste und 60 Autos evakuiert sowie Lebensmittel ins abgeschnittene Gebiet gebracht. Bagger räumten Schutt aus dem Bett der Kiene, um wieder einen Abfluss zu schaffen; am Seehang entstand ein Fussweg. Zusätzliche Probleme verursachten Schaulustige, deren parkierte Fahrzeuge die Zufahrt blockierten. Später wurden Neugierige bereits in Reichenbach gestoppt. Der Tschingelsee ist heute fast verschwunden, weil der Gornerenbach jährlich rund 200 Kubikmeter Geschiebematerial aus dem Gamchigletscher ablagert.

Frutiglaender

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